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Fortbildungstagung Brunnen 2019

«Hör uf, süscht bring di um!»
Grenzen und Grenzüberschreitungen in der Kinder- und Jugendhilfe

12.-14. November 2019, Brunnen (SZ)

 

Das Thema der Grenzüberschreitung durch Gewalt ist sehr facettenreich und geht von der psychischen, physischen über strukturelle bis hin zu Cyber-Gewalt. Um das Potential von Grenzverletzungen zu zeigen sowie Kinder und Jugendliche zu schützen und zu stärken, braucht sowohl das Personal als auch das Klientel Wissen darüber, welche Gewaltformen es gibt, wann die Rede von Grenzüberschreitung ist und welche Handlungsmöglichkeiten bestehen.

An der diesjährigen Fortbildungstagung sollen für das Handeln in der Praxis Inspirationen und Perspektiven geboten werden.

Tagungsprogramm

 

Referate

Einführung – Integras –  Referat

Grenzen der Integrität – Arnd Pollmann –  Referat

Elterliche Gewaltanwendung in der Schweiz – Dirk Baier –  Referat

Forumtheater – Video

An der Grenze des Möglichen – Ursula Pav –  Referat

Peer Education – Chancen und Grenzen von Peer-Projekten in der Gewaltprävention – Sarah Strauss –  Referat

Gewalt und Geschlecht – Anke Neuber –  Referat

Generation Smartphone und Konflikte im digitalen Raum – Rahel Heeg –  Referat

Bad Boy Beats – Andreas Wepfer –  Referat

Tagung Brunnen 2018

«Immer älter? Immer schwieriger? Veränderungen durch spätere Platzierungen»

13. bis 15. November 2018 in Brunnen (SZ)

 

In vielen Kantonen wird mit der Praxis «ambulant vor stationär» eine neue Richtung in der Kinder- und Jugendhilfe eingeschlagen. Die Kinder- und Jugendhilfe soll nach dem Prinzip vorgehen, zunächst ambulante oder teilstationäre Hilfen oder Massnahmen zu prüfen. Die Verhältnismässigkeit von Massnahmen zu prüfen ist gut. Wenn diese Praxis aber aus Spargründen doktrinartig verfolgt wird, wenn also die Platzierung eines Kindes oder Jugendlichen nicht aus fachlichen Überlegungen, sondern aus Kostengründen herausgezögert wird, ist diese Praxis gefährlich (siehe Stellungnahme von Integras vom 19.04.2018).

An der Brunnentagung 2018 haben wir diese Thematik und Handlungsoptionen dazu diskutiert.

Während der Tagung konnte die Ausstellung MUSKEPEER, HEIMKINDER, CARELEAVER besucht werden, eine von Care Leaver gestaltete Ausstellung, die Einblicke in das Leben in der Jugendhilfe gibt.

Programm

Referate

Ambulant vor, zwischen, nach stationär? - Wolfgang Schröer
1_Referat

Professionalisierte KESB - Rückblick auf die ersten 5 Jahre - Peter Dörflinger
2_Referat

Ausbau der Sozialen Arbeit im Schulkontext. Folgen für die Kinder und Jugendhilfe? - Emanuela Chiapparini, Renate Stohler, Esther Bussmann
3_Referat

Erfahrungen & Potenzial der Jugendanwaltschaften im Hinblick auf späte(re) Platzierungen - Nicole Holderegger
4_Referat

Von welchen Kindern ist die Rede? Stets älter, stets belasteter? - Nils Jenkel
5_Referat

Was Kinder verletzlich macht Befunde aus der Kindheitsforschung - Sabine Andresen
6_Referat

Jenseits der Anstaltsmauern. Ambulante Ansätze in der Kinder- und Jugendfürsorge des 20. Jahrhunderts - Martin Lengwiler

7_Referat

Kinder- und Jugendhilfe 2.0. Eine Illustration am Beispiel des Kantons Zürich - Daniel Kübler
8_Referat

Fortbildungstagung Brunnen 2017

Zusammenführen und zusammen führen
Pädagogische, interdisziplinäre und organisatorische Ebenen in der Fremdplatzierung

14. bis 16. November 2017 in Brunnen (SZ)

 

Um den Auftrag einer Fremdplatzierung professionell «zusammen führen» zu können, müssen alle beteiligten Akteure, trotz unterschiedlicher Disziplinen,  Aufgaben, Sichtweisen und Sprachen, gewillt sein, sich miteinander zu verständigen. Die pädagogische, interdisziplinäre und organisatoriche Ebene für einmal exemplarisch zusammenzuführen und zusammen zu denken, dazu soll Brunnen 2017 Gelegenheit geben. Denn – so die These – alle nicht ausgetragenen und geklärten Schwierigkeiten und Missverständnisse zwischen den verschiedenen Akteuren gehen am Ende auf Kosten der Kinder und Jugendlichen.

Programm Brunnentagung 2017

Referate

Fremdplatzierung und Ethik - Philosophische Fragen zum «Kindswohl» und des «Guten Tuns» - Daniela Ritzenthaler

1_Referat

Der Bildungsauftrag in der Fremdplatzierung - Profession, Persönlichkeit und Schulleistung - Christian Liesen

 2_Referat

Schützen – Helfen – Erziehen – Führen: Das Spannungsfeld fürsorgerischer, pädagogischer und managerialer Handlungslogiken - Peter Schallberger

3_Referat

Governance in der Sozialen Arbeit - Führen in komplexen Regelsystemen
Günter Rieger

 4_Referat

Resultate/Fotos Workshops:

Kinder und Jugendliche

Eltern / Erziehungsberechtigte

Begleitende Behörde

Entscheidende Behörde

Finanzierende Behörde

Das Orchester und sein Dirigent - Professionelle Vielfalt im harmonischen Zusammenspiel - Gernot Schulz

 5_Referat

Miteinander, nebeneinander, gegeneinander - Chancen und Fallstricke im Zusammenspiel von Fachkräften zum Wohl des Kindes - Mathias Schwabe

6_Referat

Fortbildungstagung Brunnen 2016

Wer wagt, gewinnt?
Bientraitance zwischen Sicherheitsanspruch und Risikobereitschaft

«Im Hafen ist ein Schiff sicher, aber dafür ist es nicht gebaut.» Seneca, römischer Philosoph

Das Sicherheitsdenken in unserer Gesellschaft nimmt zu, das führt auch in der Heimerziehung zur Tendenz, möglichst viele Risiken vorwegnehmen und eindämmen zu wollen. Welche Folgen hat dieser Kontrolldiskurs auf die Heimerziehung? Welche Handlungszwänge und -möglichkeiten ergeben sich daraus für die Sozial- und SonderpädagogInnen? Und wie gelingt es ihnen, zwischen Sicherheitsanspruch und Risikobereitschaft ein Klima der Bientraitance zu schaffen? In einem Entwicklungs- und Erziehungsprozess gehen alle Beteiligten auch Risiken ein: Welche Risiken sind wir in der Kinder- und Jugendhilfe als Gesellschaft bereit einzugehen, und welche Absicherungen wollen wir? Diese Fragen beschäftigten uns an der Tagung Brunnen 2016.

Tagungsprogramm

Die Publikation mit den Referaten der Tagung Brunnen 2016 «Wer wagt, gewinnt?»  bestellen Publikationen

Referate

Soziale Arbeit in der (Un-)Sicherheitsgesellschaft. Neujustierung von Risiko und Kontrolle im Fachdiskurs zu Zwang in Erziehung

Tilman Lutz

Vollkaskoversicherung für die Heime? Hoffnungen und Befürchtungen im Risikodiskurs

Kitty Cassée

Schwierige Jugendliche? Schwierige Jugendhilfe? Sozialpädagogische Perspektiven auf herausfordernde junge Menschen

Nicole Rosenbauer

Übergänge erfolgreich gestalten. Grenzen übertreten - Wie die Chancen von Kindern, Jugendlichen und Eltern wachsen können

Hans Ullrich Krause

Kindesschutz im Übergang? Zu den Chancen und Risiken professionellen Handelns an den Rändern gesellschaftlicher Normvorstellungen

Kay Biesel 

Sicherheit als Risiko? Gedanken über Werte, Wirkungserwartungen und die (Über-)Forderungen von Gesellschaft und Politik

Hanspeter Uster

Versicherheitlichung. Herausforderungen für die Heimerziehung

Bettina Hünersdorf

Potentiell gefährliche Wirklichkeiten. Über Risikomanagement, Verantwortung und Angst in der Kinder- und Jugendhilfe

Thomas Klatetzki

 

Fortbildungstagung Brunnen 2015

Wirkung!
Immer schneller, immer besser? 

Es ist in der Politik Sparen angesagt und dabei werden vor allem Bereiche unter die Lupe genommen, die in öffentlicher Kritik stehen. Das ist unter anderem auch das Heimwesen - Heime seien zu teuer und nützen wenig, so der Tenor. Heime sind also gezwungen, sich vermehrt zu legitimieren. Institutionen und Zuweisende, sind gefordert, diesen Prozess transparent und in gegenseitiger Beteiligung in einem für die Kinder und Jugendlichen förderlichen Sinn zu beeinflussen.

Tagungsprogramm

Gute Kindheit und ihre «Veranstaltung» Woran orientieren sich die Beteiligten in der Jugendhilfe?
Doris Bühler

Berufsintegration, zu welchem Preis? Spuren gesellschaftlicher Normen im professionellen Handeln
Dorothee Schaffner

Von Menschen und Wirkungen. Warum die Frage «was wirkt?» gefährlich und notwendig zugleich ist
Thomas Gabriel und Samuel Keller

Ist die Seele eines Kindes messbar? Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von psychometrischen. Testverfahren in der Jugendhilfe
Marc Schmid

Gute Kommunikation ist wirksame Kommunikation. Mit dem Dreiklang aus Information, Partizipation und Akzeptanz erfolgreich kommunizieren
Deana Gariup

Wundermittel Platzierung? Chancen, Risiken und Stigmen
Patrik Terzer

Vom Wiegen wird das Schwein nicht fett! Die heimliche Vertrauenskrise öffentlicher Erziehung und ihre Folgen
Peter Hansbauer

 

Tagung Brunnen 2014

Zeitzeichen
Aus dem Gestern – heute – für das Morgen lernen

Die Fachtagung 2014 widmete sich der Geschichte der Heimerziehung. Zu diesem Themenfeld hat Integras das Forschungsprojekt «Themen der Heimerziehung» initiiert. Die Ergebnisse der Analyse wurden in Brunnen präsentiert und die Publikation «Pädagogik, Heime, Macht» kann jetzt auf unserer Website bestellt werden (www.integras.ch > Publikationen).

Die Teilnehmenden setzten sich in Referaten, Diskussionen und Workshops mit den Fragen auseinander, was wir aus der Geschichte lernen können und welches Bild der professionellen sozial- und sonderpädagogischen Arbeit sie als Heimleitende, Heimmitarbeitende selbst nach aussen tragen können.

Referate

Individualismus, Gemeinschaft und Macht - Eine historische Analyse der Heimerziehung
Wolfgang Hafner

«Unbewusst muss all das werden, was die Stabilität der Kultur bedroht» (Mario Erdheim) Macht und institutionelle Abwehr im Heim
Manfred Gerspach

Buchvernissage
Wolfgang Hafner: Pädagogik, Heime, Macht – eine historische Analyse
weitere Infos

Schuld verantworten - Ethische Überlegungen zum Umgang mit Schuld
Wolfgang Bürgstein

Nach dem Holocaust «besser» geworden? - Zur Frage, was wir aus der Geschichte lernen können
Georg Kreis

Referat von Bundesrätin Simonetta Sommaruga
Heimkinder, Schuld und Hinschauen

Wenn das Heim schlecht ist, ist es dann für uns Reporter gut? Betrachtungen über Schlagzeilen und Substanz – und über die Motive von uns Journalisten
Mathias Ninck

Erfolgreiche Kommunikation: Dreiklang von Information, Partizipation und Akzeptanz
Stefan Batzli

Pädagogisch-ethische Verantwortung und die Frage nach dem guten Leben
Meike Baader

Tagung Brunnen 2013

Netzwerken Raum geben
Vom Königreich Heim zur vernetzten Institution

Nach dem letztjährigen Abschluss der Trilogie zum Thema "Spannungsfelder" widmet sich die Fortbildungstagung in Brunnen 2013 dem Thema "Netzwerken Raum geben – Vom Königreich Heim zur vernetzten Institution".

Mit dem Aufenthalt eines Kindes, eines Jugendlichen in einer stationären Einrichtung sollen Sicherheit und Geborgenheit nötige Entwicklungsschritte ermöglichen. Bedeuten diese Rahmenbedingungen auch eine Geschlossenheit des Systems stationäre Einrichtung? Oder müssen vielmehr die «alten Königreiche» in die Moderne übergehen und sich öffnen, um in unserer heutigen Gesellschaft bestehen zu können? Öffnung heisst in diesem Fall auch, sich vernetzen und vielleicht Macht abgeben. Wieso brauchen wir die Arbeit in Netzwerken? Was bringen sie uns? Netzwerken in der Sozialen Arbeit heisst auch, auf unterschiedlichsten Ebenen mit unterschiedlichen Menschen zu kommunizieren, sie einzubeziehen, ein Netz zu spannen.

Referate

Ein Netzwerk im Netzwerk – Theorie und Empirie sozialer Beziehungen in der Heimerziehung
Frank Nestmann

Von der klösterlichen Lateinschule zur IB World School
Die Stiftsschule Engelberg im Spannungsfeld von Struktur und Weite
Pater Andri Tuor

Zwischen Autonomie und Kooperation
Instrumente zur Durchsetzung gemeinsamer Interessen gegenüber
Öffentlichkeit und Politik
Kenneth Angst

Mitten in Hamburg, mitten im Leben
Milieunahe Heimerziehung – die Bedeutung der Einbeziehung
des sozialen Umfeldes
Rüdiger Kuhn

Von der Schulbank zur Werkbank
Ausbildungsbegleitung in BEO-Sirius.

Kornelia Helfmann

Lösungskompetenz solidarisch entwickeln:
systemische Multifamilienarbeit
Silvia Frost

vernetzt wirkt!
was Kinder und Jugendliche stärkt
Andrea Keller und Annegret Wigger

Selbstbestimmt durch fremdbestimmte Erziehung?
Psychoanalytische Gedanken zur Praxis der Heimerziehung
Fitzgerald Crain

Vernetzung in der virtuellen Welt?
Social Media in sozialpädagogischen Einrichtungen
Barbara Beringer

Über Knoten – Oder: Was beim Reden über Netze
gerne vergessen wird
Michael Winkler

Tagung Brunnen 2012

Zwischen Spielraum und Kontrolle
Pädagogik im Spannungsfeld von Politik und Finanzen

Politik und Finanzen prägen unseren Alltag. Brunnen 2012 ist diesem Spannungsfeld gewidmet! Die Politik definiert pädagogische Anforderungen und die von der Politik zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel geben den Spielraum vor.

Thema des ersten Tages ist der Sozialstaat: wofür steht er, wenn Kinder und Jugendliche fremdplatziert oder sonderpädagogisch gefördert werden müssen? Wer übernimmt welche Verantwortung? Das sind politische Fragen: Wie ist die Verantwortlichkeit des Staates gegenüber den fremdplatzierten oder sonderpädagogisch geförderten Kindern und Jugendlichen? Politik setzt Rahmenbedingungen, auf die wir als Fachleute Einfluss nehmen müssen. Dazu müssen wir wissen: Wie wird Politik gemacht und wo sind politische Prozesse zu beeinflussen? Die Finanzierung von Einrichtungen, von Leistungen im Sozialbereich ist geprägt von gesellschaftlichen und politischen Forderungen nach Wirtschaftlichkeit und Marktorientierung. Aber sind pädagogische Interventionen, die Erziehung zur Selbstständigkeit geeignet, um sich den häufig auf Kurzfristigkeit und Effizienz fixierten Marktmechanismen unterordnen zu lassen?

Am zweiten Tag vertiefen wir uns in grundsätzliche Überlegungen zum "Heimgeschäft", zur Steuerung (wer steuert, was und wie wird gesteuert?) und zu Finanzierungsmodellen. In Arbeitsgruppen reflektieren wir die eigene Situation anhand dargestellter Beispiele aus fünf Kantonen.

Wie gelingt Management? Und dies trotz gegensätzlicher Anforderungen der Beteiligten? Dies sind Leitfragen des dritten Tages. Das Dilemma zwischen Pädagogik und Finanzen werden wir dank Ihrem Mitreden spielerisch angehen können. Philosophische Überlegungen zur Frage «was ist ein gutes Leben und was braucht es dafür?» schliessen die Tagung und diese Trilogie ab. Eine facettenreiche Tagung erwartet Sie im sympathischen Brunnen. 

Referate

Menschen sind keine Inseln
Verantwortung zwischen Sozialstaat, Familie und Zivilgesellschaft
Michael Nollert

Die Politik bestimmt! Bestimmt die Politik?
Von Verantwortung, Grenzen und Möglichem
Jacqueline Fehr

Brauchen soziale Einrichtungen mehr Wettbewerb?
Mathias Binswanger

Wie die Heime finanziert werden und finanziert werden sollten
André Woodtli

Führung im Widerspruch
Warum das Management Sozialer Einrichtungen gelingt
Michael Herzka

Was ist ein gutes Leben?
Das Glück in der Moderne zwischen Hingabe und Selbstbestimmung
Dieter Thomä

Archiv

Broschüren

Referate vergangener Tagungen können hier bestellt werden:

Publikationen