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Fortbildungstagung Brunnen 2019

«Hör uf, süscht bring di um!»
Grenzen und Grenzüberschreitungen in der Kinder- und Jugendhilfe

12.-14. November 2019, Brunnen (SZ)

Grenzüberschreitungen und Verletzungen der persönlichen Integrität können Angst, Schuld, Trauer, Ohnmacht, Wut und andere belastende Gefühle oder bleibende seelische Verletzungen auslösen. Viele Heranwachsende in Heimen oder Pflegefamilien haben in ihrem Leben bereits Verletzungen ihrer Grenzen und ihrer Integrität erfahren, sei es durch Vernachlässigung, Gewalt oder durch psychischen, physischen oder sexuellen Missbrauch. In der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe sind Selbstverletzungen oder Gewalt von Jugendlichen gegenüber anderen Jugendlichen kein selten zu beobachtendes Phänomen. Die Praxis zeigt zudem, dass in Supervisionen oft über die Gewalt der Jugendlichen gegenüber dem Personal oder das Ausbrennen von einzelnen Teammitgliedern gesprochen wird.

Das Thema der Grenzüberschreitung durch Gewalt ist sehr facettenreich und geht von der psychischen, physischen über strukturelle bis hin zu Cyber-Gewalt. Um das Potential von Grenzverletzungen zu zeigen sowie Kinder und Jugendliche zu schützen und zu stärken, braucht sowohl das Personal als auch das Klientel Wissen darüber, welche Gewaltformen es gibt, wann die Rede von Grenzüberschreitung ist und welche Handlungsmöglichkeiten bestehen. An der diesjährigen Fortbildungstagung sollen für das Handeln in der Praxis Inspirationen und Perspektiven geboten werden.

Tagungsprogramm