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		<title>Aktuelles | Integras</title>
		<link>https://www.integras.ch/?id=34</link>
		<description></description>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 11:18:38 +0200</pubDate>
		<category>Integras</category>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/einordnung-zum-svp-positionspapier-zum-schweizer-schulsystem-124</link>
			<title>Einordnung zum SVP-Positionspapier zum Schweizer Schulsystem</title>
			<description>&lt;p&gt;Die Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, ein inklusives Bildungssystem zu schaffen, das allen Kindern, unabhängig von ihrer Herkunft, ihren Interessen und Fähigkeiten, die gleichen Chancen bietet. Dieser Ansatz ist in der Bundesverfassung verankert und wird von verschiedenen Kantonen in der Schweiz umgesetzt. Die Umsetzung dieser Inklusion ist jedoch geprägt von Herausforderungen und Diskussionen, insbesondere in Bezug auf die Integration von Schülerinnen und Schülern mit Schulschwierigkeiten und die Wiedereinführung von Kleinklassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Januar 2026 erschien ein Positionspapier der SVP «Mit Kopf, Herz und Hand: Wege aus der Krise in der Volksschule» zum Schweizer Schulsystem, das sich unter anderem auf die PISA-Studie 2022, den Bericht zur Überprüfung des Erreichens der Grundkompetenzen (ÜGK)&amp;nbsp;2023&amp;nbsp;sowie einer SVP-Bildungsexpert*innen Befragung stützt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Integras hat diese Quellen fachlich geprüft. Dabei zeigt sich, dass einzelne Schlussfolgerungen aus den Studien wichtige Rahmenbedingungen unberücksichtigt lassen. Dies betrifft insbesondere Aussagen zur gescheiterten Integration.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die SVP vertritt derzeit die Position, dass die schulische Integration gescheitert sei und abgeschafft werden solle. Als Begründung verweist sie jedoch auf eine sehr enge und spezifische Gruppe von Kindern; die herangezogenen Studien untersuchen nicht den Einfluss von Jugendlichen mit tatsächlichem Förderbedarf auf die schulische Leistungsfähigkeit der Schweiz, sondern legen ihren Fokus vor allem auf Migration, sozioökonomischen Status und Sprachkompetenzen der Schweizer Jugendlichen. Gleichzeitig zitiert sie Studien, die genau dieses Bild bestätigen sollen, jedoch Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf häufig unterrepräsentieren oder ganz ausschliessen:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Die im Papier zitierte Befragung mit SVP-Bildungsexpert*innen bildet ein parteiinternes Meinungsbild ab. Angaben zu Stichprobe, Zusammensetzung und Methodik fehlen. Damit eignet sie sich nicht als Grundlage für Aussagen über das gesamte Schweizer Schulsystem.&lt;br /&gt;
	Die herangezogene Studie ÜKG 2023 untersucht Schüler*innen von Regelschulen. Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf sind nur eingeschränkt einbezogen. Aussagen über deren Leistungsentwicklung lassen sich daraus daher nicht ableiten. Ein Vergleich zwischen der BFS-Sonderpädagogikstatistik und der ÜGK-Studie zeigt beispielsweise, dass Kantone mit tiefen Separationsquoten, wie Uri oder Graubünden, überdurchschnittlich gut abschneiden. Daraus wird ersichtlich: Hohe Leistungen lassen sich auch nicht eindeutig mit einer stärkeren Separation erklären.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Auch PISA bildet nicht die gesamte Schülerschaft ab. Bestimmte Gruppen – insbesondere Jugendliche mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf – sind unterrepräsentiert oder ausgeschlossen. Folglich erlaubt die Studie keine direkten Schlussfolgerungen über die Leistungsfähigkeit eines vollständig inklusiven Bildungssystems.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2&gt;Einordnung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Diese Studien untersuchen damit nicht den Einfluss von Jugendlichen mit tatsächlichem Förderbedarf auf die schulische Leistungsfähigkeit, sondern legen ihren Fokus primär auf Migration, sozioökonomischen Status und Sprachkompetenzen. Dadurch entsteht ein verzerrtes Bild. &lt;strong&gt;Es lässt sich keine umfassende Aussage über eine angeblich «gescheiterte Integration» ableiten, da die relevanten Zielgruppen und die Vielfalt sonderpädagogischer Bedürfnisse in den zitierten Studien unterrepräsentiert oder ganz ausgeschlossen sind.&lt;/strong&gt; Zentral ist es, dass bildungspolitische Massnahmen sich auf belastbare Aussagen zu den tatsächlich betroffenen Gruppen stützen sollten. Werden Studien ausserhalb ihres Aussagebereichs interpretiert, entstehen vereinfachte Problembeschreibungen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Bedeutung für die inklusive Schule&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Schweiz hat sich mit der UNO-Kinderrechtskonvention und Behindertenrechtskonvention verpflichtet, den Zugang zum allgemeinen Bildungssystem sicherzustellen und Benachteiligungen abzubauen. Inklusive Schulmodelle sind deshalb nicht primär ein bildungspolitisches Instrument, sondern ein Grundrecht. Ihre Unterstützung folgt eigenen fachlichen Kriterien.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diskussionen über deren Ausgestaltung müssen sich daher an folgenden Fragen orientieren:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Welche Unterstützung benötigen Schulen konkret?&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Welche Ressourcen stehen Lehrpersonen zur Verfügung?&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Wie gelingt individuelle Förderung innerhalb tragfähiger Strukturen?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Die aktuellen Herausforderungen im Bildungssystem sind real. Sie lassen sich jedoch nicht auf einzelne Ursachen reduzieren und auch nicht mit einheitlichen Lösungen beantworten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aus fachlicher Sicht zentral sind:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;differenzierte Problemanalyse statt pauschaler Erklärungen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;ausreichende sonderpädagogische Ressourcen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;tragfähige Rahmenbedingungen für Lehrpersonen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Sicherstellung der Teilhabe von Kindern mit Behinderung&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Integras setzt sich dafür ein, dass bildungspolitische Diskussionen auf belastbaren Erkenntnissen beruhen und die Rechte sowie Bedürfnisse aller Kinder berücksichtigen.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 17 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/neue-equals-factsheets-wie-jugendliche-ihre-unterbringung-erleben-123</link>
			<title>Neue EQUALS-Factsheets: Wie Jugendliche ihre Unterbringung erleben</title>
			<description>&lt;h2&gt;Ein überwiegend positives Gesamtbild&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Mehrheit der Jugendlichen erlebt den Austritt als passend und blickt insgesamt positiv auf ihre Unterbringung zurück. Fast alle berichten von persönlichen Fortschritten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Unterbringung wird von vielen als Phase der Stabilisierung und Weiterentwicklung wahrgenommen – nicht nur im Alltag, sondern auch in der persönlichen Reifung.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Wo Jugendliche Fortschritte sehen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Besonders häufig nennen junge Menschen Entwicklungen in drei Bereichen:&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Selbstständigkeit und Verantwortung&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Vorbereitung auf ein eigenständiges Leben und mehr Alltagskompetenzen&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Schule und Ausbildung&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Konkrete Lern- und Ausbildungserfolge&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Persönliche Stabilisierung&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;besserer Umgang mit Emotionen, mehr Selbstvertrauen sowie konstruktivere Beziehungen&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Was ihnen dabei geholfen hat&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Am häufigsten nennen die Jugendlichen Beziehungen zu Bezugspersonen: Gespräche, Begleitung im Alltag und verlässliche Unterstützung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weitere wichtige Faktoren sind:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;klare Strukturen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;eigene Motivation&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;unterstützende Peers&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;teilweise auch persönliche oder spirituelle Ressourcen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Die Ergebnisse unterstreichen damit die zentrale Bedeutung stabiler Beziehungsarbeit im pädagogischen Alltag.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Einordnung der Ergebnisse&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Auswertungen zeigen zwei Wirkdimensionen stationärer Unterbringung:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;funktionale Entwicklung (Alltag, Schule, Selbstständigkeit)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;innere Stabilisierung (Selbstbild, Emotionen, Beziehungen)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Gerade die häufig genannten persönlichen Veränderungen verdeutlichen die Wirkung kontinuierlicher pädagogischer Begleitung.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Grenzen der Aussagekraft&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Ergebnisse sind differenziert zu betrachten:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;EQUALS-Institutionen nehmen freiwillig an externer Evaluation teil und bilden daher vermutlich eher engagierte Einrichtungen ab.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Die meisten Rückmeldungen stammen von regulären Austritten; abgebrochene Verläufe sind unterrepräsentiert.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Factsheets zeigen: Viele Jugendliche erleben ihre Unterbringung als wichtige Entwicklungsphase.&lt;br /&gt;
Fortschritte entstehen besonders dort, wo verlässliche Beziehungen, klare Strukturen und individuelle Unterstützung zusammenkommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu den Factsheets:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.equals.ch/files/factsheets/equals-factsheet-17.pdf&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Factsheet 17&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.equals.ch/files/factsheets/equals-factsheet-18.pdf&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Factsheet 18&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/frohe-festtage-119</link>
			<title>Frohe Festtage!</title>
			<description></description>
			<pubDate>Tue, 23 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/was-braucht-gewaltfreie-erziehung-eine-jugendliche-spricht-ueber-die-nationale-fachtagung-2026-118</link>
			<title>Was braucht gewaltfreie Erziehung? Eine Jugendliche spricht über die Nationale Fachtagung 2026</title>
			<description>&lt;p&gt;Den Anstoss zum Tagungsthema gab die Verankerung des Prinzips der gewaltfreien Erziehung im Schweizer Zivilgesetzbuch, das 2026 in Kraft tritt. Doch entscheidend geprägt wurde das Konzept durch Gespräche mit jungen Menschen – unter anderem mit Wanda (18), deren Erfahrungen und Perspektiven wichtige Impulse für die Tagung geliefert haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Warum ist ein solcher Austausch für die pädagogische Praxis so wichtig? Und was brauchen Kinder und Jugendliche, damit gewaltfreie Erziehung im Alltag Realität wird?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir haben Wanda diese Fragen gestellt. Das denkt sie darüber:&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Interview mit Wanda&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Jessica:&lt;/strong&gt; Warum braucht es deiner Meinung nach eine Tagung zu diesem Thema? Weshalb sollten Fachpersonen ihre Kompetenzen weiter stärken, um eine gewaltfreie Erziehung umzusetzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wanda:&lt;/strong&gt; Man hört viel über Gewalt, aber man kennt längst nicht alle Formen… Wenn man psychische Gewalt erlebt, weiss man oft nicht, wie man das benennen soll. Es ist wichtig, all diese Aspekte wirklich zu erkennen und Worte dafür zu finden – sowohl für die, die es erlebt haben, als auch für die Fachpersonen, die uns begleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Jessica: &lt;/strong&gt;Die Erfahrungen von Gewalt sind sehr unterschiedlich. Was brauchen Kinder und Jugendliche deiner Meinung nach am dringendsten, damit gewaltfreie Erziehung gelebt werden kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wanda:&lt;/strong&gt; Man muss Kindern und Jugendlichen Raum für ihre Stimme geben. Das kann verhindern, dass eine Situation überhaupt gewaltvoll wird. Ein nicht respektiertes Bedürfnis kann bereits Gewalt sein. Darum ist Zuhören das Wichtigste. In Heimen braucht es Dialog zwischen Fachpersonen und Jugendlichen: Regeln erklären, statt sie einfach durchsetzen. Wenn man den Rahmen nicht erklärt, führt das zu Frust – und Frust schnell zu Krisen. Regeln müssen verständlich sein, und manchmal braucht es Ausnahmen, damit individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Jessica:&lt;/strong&gt; Vielen Dank, Wanda – deine Aussagen bringen den Kern der Tagung auf den Punkt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Während der beiden Tage werden wir diese Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten: mit fachlichen Inputs, Erfahrungsberichten, Themenworkshops und interprofessionellen Dialogen. Gemeinsam wollen wir neue Impulse setzen, Sichtweisen vertiefen und praxisnahe Ansätze weiterentwickeln – für eine Erziehung, die sichtbare und unsichtbare Formen von Gewalt konsequent vermeidet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir freuen uns auf zwei inspirierende Tage mit Ihnen.&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://integras.ch/de/veranstaltungen/nationale-fachtagung-sozial-und-sonderpaedagogik-2026-27&amp;quot;&gt;Programm &amp;amp; Anmeldung&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.integras.ch/writable/media/1762764453-Nationale_Fachtagung_2026(4).png" length="2629938" type="image/png">
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/-117</link>
			<title></title>
			<description></description>
			<pubDate>Mon, 17 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/rueckblick-zur-tagung-brunnen-2025-116</link>
			<title>Rückblick zur Tagung Brunnen 2025</title>
			<description>&lt;p&gt;Bereits in der Eröffnungsrede unterstrich Nicole Baracchi, dass stationäre Einrichtungen häufig der letzte Halt sind, wenn alle anderen Massnahmen ausgeschöpft wurden. Ein Aufenthalt soll dennoch ein Wendepunkt sein: hin zu Teilhabe, Stabilität und Selbstwirksamkeit.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Zentrale Impulse aus den Referaten&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Albert Scherr zeigte auf, wie stark viele Jugendliche bereits belastet sind, wenn sie in eine stationäre Einrichtung kommen – oft zu spät und mit wenig sozialem oder kulturellem Kapital. Die Aufgabe der Fachpersonen: Stabilität schaffen, Orientierung geben und Chancen eröffnen – selbst dann, wenn die Ausgangslage schwierig ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jana Osswald und Carole Zellner betonten die wichtige Rolle von Zugehörigkeit und Kontinuität. Heimunterbringungen seien prägende Lebensabschnitte, aber nur ein Teil einer umfassenden Biografie. Entscheidend sei, Übergänge aktiv zu gestalten und Netzwerke zu erhalten, statt neue Brüche zu produzieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit einer klaren Analyse stellte André Woodtli die gängige Formulierung der «ultima ratio» infrage. Heime seien heute keine totalen Institutionen mehr und dennoch oftmals der Ort, an dem Hilfeprozesse ins Stocken geraten. Er sprach vom «Technologiedefizit» der Sozialpädagogik – dem professionellen Anspruch, ohne einfache Rezepte handlungsfähig zu bleiben – und warnte vor Entscheidungen aus reiner Konzepttreue.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Peter Streckeisen gab einen soziologischen Blick auf Professionalisierung und Fachkräftemangel. Professionalisierung, so seine These, sei kein linearer Prozess, sondern entwickle sich im Spannungsfeld gesellschaftlicher Veränderungen. Neben formaler Qualifikation brauche es Haltung, Diversität im Team und eine echte Partizipation der Adressat:innen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Workshops, Austausch und Innovation&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In Workshops und Praxisforen wurden zentrale Themen weiter vertieft und konkrete Handlungsideen für den Alltag entwickelt.&lt;br /&gt;
In der Innovations-Werkstatt für Integras-Mitglieder wurde experimentiert, diskutiert und neu gedacht – mit Design Thinking (uma collective) und Perspektivenwechsel im VentiLabor (DAS.VENTIL).&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Fazit: Herausforderungen erkennen – Potenziale nutzen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Tagung zeigte eindrücklich: Die stationäre Sozialpädagogik steht unter Druck. Doch gerade in schwierigen Situationen zeigen sich Professionalität, Haltung und Kreativität der Fachpersonen. Heime können nicht immer perfekte Bedingungen bieten – doch sie können Wendepunkte schaffen, Beziehungen tragen und Jugendlichen Türen öffnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein herzliches Dankeschön an alle Referierenden, Workshopleitenden, Teilnehmenden und das gesamte Organisationsteam für drei inspirierende Tage.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://integras.ch/de/veranstaltungen/tagung-brunnen-2025-11&amp;quot;&gt;Zur Veranstaltungsseite und den Präsentationen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 17 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/reconnect-–-digitale-medien-im-alltag-von-jugendlichen-in-stationaeren-einrichtungen-115</link>
			<title>re:connect – Digitale Medien im Alltag von Jugendlichen in stationären Einrichtungen</title>
			<description>&lt;p&gt;Über Interviews mit Jugendlichen sowie Gruppendiskussionen mit Fachpersonen aus acht Einrichtungen wurde untersucht, welche Rolle digitale Medien im stationären Alltag spielen – und wie komplex die damit verbundenen Herausforderungen sind.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Die Ergebnisse sind eindeutig:&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Digitale Medien sind zentrale Kommunikations- und Bewältigungsräume für Jugendliche. Gleichzeitig zeigen sich Risiken wie Überforderung, Konflikte, Gewaltinhalte oder Suchttendenzen. Für Fachpersonen bedeutet dies, Medienpädagogik fest in den Alltag zu integrieren – auch dann, wenn der Zugang zu digitalen Lebenswelten schwerfällt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die neu publizierte Broschüre fasst die Erkenntnisse praxisnah zusammen. Sie bietet:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Fachliche Orientierung und Hintergrundwissen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Ansätze für einen reflektierten und sicheren Umgang mit digitalen Medien&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Viele konkrete Praxis-Tipps, Beispiele und Reflexionsfragen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Integras Co-Geschäftsführerin Lorène Métral wirkte als Mitglied der Begleitgruppe am Projekt mit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=34&amp;amp;resource_link_id=329&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Zur Broschüre&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=34&amp;amp;resource_link_id=32a&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Zum wissenschaftlichen Forschungsbericht&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.mekis.ch/projekte/Projekt-re-connect.html&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Zur Projektseite&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 17 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/umsetzung-der-kinderrechte-in-der-schweiz-was-denken-kinder-in-institutionen-darueber-109</link>
			<title>Umsetzung der Kinderrechte in der Schweiz: Was denken Kinder in Institutionen darüber?</title>
			<description>&lt;h2&gt;&lt;!--StartFragment --&gt;Berücksichtigung des Kindeswillens&lt;!--EndFragment --&gt; (Art. 12)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Viele Kinder haben den Eindruck, dass sie von den Erwachsenen kaum gehört und nicht genügend ernstgenommen werden – in der Institution, in der Schule oder auch von den Sozialarbeitenden. Dies wirkt sich direkt auf die alltägliche Organisation wie auch Entscheidungen, die sie angehen, aus. Gewisse Entscheide, insbesondere jene zur ausserfamiliären Unterbringung, wurden gefällt, ohne dass die Kinder angehört worden wären oder eine Erklärung erhalten hätten. Dies erzeugt und verstärkt das Gefühl, eine Ungerechtigkeit zu erleben. Im Heim illustriert sich dieses fehlende Gehör darin, dass die Pädagog*innen nur wenig Zeit für die Kinder haben oder ihnen Gründe für Sanktionen nicht erklären.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&lt;!--StartFragment --&gt;Trennung von den Eltern; persönlicher Umgang&lt;!--EndFragment --&gt; (Art. 9)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Thema Leben mit seiner Familie und Unterhalt regelmässiger Kontakte (Art. 9) gehört ebenfalls zu ihren wichtigsten Anliegen.&amp;nbsp;Ein Grossteil der Kinder beklagt die Trennung von ihrer Familie und äussert den Wunsch nach vermehrtem Kontakt mit den Eltern, ohne strikte Rahmbedingungen, die die Kinder oftmals nicht verstehen. Einige leiden stark unter der Entfernung von ihrer Familie auch an Wochenenden.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&lt;!--StartFragment --&gt;Schutz vor Gewaltanwendung, Misshandlung, Verwahrlosung&lt;!--EndFragment --&gt; (Art. 19)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Kinder berichten von verbaler Gewalt, Aggressivität und Mobbing zwischen Gleichaltrigen, insbesondere in der Schule oder im Heim. Der affektive und körperliche Schutz sowie das Gefühl, in allen Lebenssituationen auf Schutz zählen zu können, wird als nicht ausreichend gesichert wahrgenommen. Für einige Kinder ist die Entweichung ein Ruf nach Schutz oder Bindung, der von den Erwachsenen dann missinterpretiert wird.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&lt;!--StartFragment --&gt;Schutz der Privatsphäre und Ehre&lt;!--EndFragment --&gt; (Art. 16)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein Zimmer mit anderen Kindern, die manchmal sehr unterschiedlichen Altersgruppen angehören können, teilen zu müssen, untergräbt das Gefühl von bestehender Intimsphäre und Sicherheit. Auch eine fehlende Stabilität (häufiges Wechseln des Zimmers) wird als Hindernis genannt, um sich vollständig angekommen und «zu Hause» fühlen zu können. Betreten andere Kinder oder Erwachsene ihr Zimmer ohne vorheriges Anklopfen oder warten die Antwort nicht ab, erleben dies die Kinder als ein Eindringen in ihre Privatsphäre.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Achtung der Kindesrechte; Diskriminierungsverbot&amp;nbsp;(Art. 2)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Kinder sprechen auch unterschiedliche Behandlungen an (Art. 2), insbesondere in der Schule, wo sie Rassismus wahrnehmen oder Hänseleien, speziell gegenüber Kindern mit besonderen Bedürfnissen. Im Heim werden unterschiedliche Behandlungen je nach Alter oder Autonomieentwicklung ebenfalls negativ erlebt: Insbesondere die Jugendlichen fühlen sich weniger unterstützt, weniger prioritär bis sogar sich selbst überlassen, sobald sie als «autonomer» eingestuft werden. Für einige unter ihnen bedeutet dies geringere Aufmerksamkeit, ausser wenn sie Krisen heraufbeschwören oder Probleme machen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Forderungen der Kinder&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Mehr Zeit für den Dialog mit den Erwachsenen, echtes Gehör finden: mehr gehört, verstanden und eingebunden werden in Entscheidungen, die sie betreffen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Verbesserter Kontakt mit den Eltern: Flexiblere Handhabung der Telefonkontakte, mehr Zeit für/Zugang zu Kommunikation, mehr Besuche.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Bessere spezifische Unterstützung in der Schule, um Diskriminierungen zu vermeiden.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Abschaffung der sehr grossen Institutionen, Förderung von Pflegefamilien und Schaffung von Betreuungseinrichtungen mit flexiblen Tagen, die die Möglichkeit eines temporären Aufenthalts bei Bedarf nicht ausschliessen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Ausgeglichenere und respektvolle Beziehung Kinder-Erwachsene:&amp;nbsp; Erwachsene, die auch fähig sind, ihre Fehler zu erkennen, und die sich immer die Zeit nehmen, um Gründe für Sanktionen zu erklären.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Schaffung von mehr Einzelzimmern in den Heimen, vor allem für Kinder/Jugendliche ab einem bestimmten Alter.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Mehr Pädagog*innen für mehr Stabilität.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Besseres Gehör finden bei den Sozialarbeitenden: Häufigere Kontakte und die Möglichkeit für die Kinder, sich in passender Weise ausdrücken zu können (nicht nur verbal).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Forderungen zeugen von Reife und hellsichtigen Überlegungen und man kann nicht genug die Wichtigkeit unterstreichen, die Kinder und Jugendlichen vermehrt einzubeziehen: Sie sind die wahren Kenner*innen ihres eigenen Lebens.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein grosses Dankeschön allen Kindern und Jugendlichen, die an diesen Workshops mitgemacht haben!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.netzwerk-kinderrechte.ch/projekte-kampagnen/kinder-und-jugendbericht/partizipationsprojekt-2024-2026&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr Informationen zum Projekt und zum Bericht&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.netzwerk-kinderrechte.ch/aktuell/2025/erfolgreicher-abschluss-der-workshop-phase-im-nks-partizipationsprojekt&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Aktuellste Informationen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.netzwerk-kinderrechte.ch/aktuell/2025/offener-brief-an-den-bundesrat&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Der&amp;nbsp;von Integras mitunterzeichnete offene Brief des Netzwerks Kinderrechte Schweiz&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/demnaechst-online-das-mooc-modul-zum-thema-ausserfamiliaere-unterbringung-108</link>
			<title>Demnächst online: Das MOOC-Modul zum Thema ausserfamiliäre Unterbringung</title>
			<description>&lt;p&gt;Das Modul Nr. 4 befasst sich mit den Kinderrechten im Kontext ausserfamiliärer Unterbringungen und wird demnächst in französischer Sprache zur Verfügung stehen. Das von Integras entworfene Modul beleuchtet die Herausforderungen, die mit einer Unterbringung in einer Institution oder einer Pflegefamilie einhergehen, und betont gleichzeitig die Grundrechte von Kindern, nämlich auf allen Etappen ihres Weges gehört, geschützt, respektiert und begleitet zu werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Modul bietet Informationen:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;zur ausserfamiliären Unterbringung in der Schweiz,&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;zu den Kinderrechten in jeder Etappe der Unterbringung&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;zur konkreten Anwendung dieser Rechte in den verschiedenen Unterbringungsformen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Wir bedanken uns herzlich bei allen Kindern, Expert*innen und Partner*innen, die bei der Erarbeitung des Moduls mitgewirkt haben. Dank ihnen sind seine Inhalte im praktischen Alltag verankert, sinnhaft und an den konkreten Bedürfnissen der betroffenen Kinder ausgerichtet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vielen Dank, Nigel Cantwell, Ersilia Gianella, Gaëlle Droz-Sauthier, Daniela Reimer, Thomas Gabriel, Samuel Keller, Stefan Eberitzsch,&amp;nbsp; Barbara Furrer, Seraina Berner Boardi-Attafuah, Sephora Neto de Lima, Nathalie Carron, Luc Lambert, Melinda Brun Boson, Elodie Mottier, Oana Tibucanu, Parwana, Christian Nanchen,&amp;nbsp; Christa Quick, Sophie Denzler, Gian Paolo Conelli, Patrizia Quirici, Rolf Widmer, Petra Vukovic und Tobias Arnold!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Online-Kurs steht allen offen und ist kostenlos. Ab 2026 wird er auch in deutscher und italienischer Sprache zugänglich sein. Melden Sie sich an und profitieren Sie von dieser Gelegenheit, Neues zu lernen!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://childrights-mooc.ch/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Zum MOOC-Modul&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.integras.ch/writable/media/1756106446-MOOC.ch_FR.PNG" length="823926" type="image/png">
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/-112</link>
			<title></title>
			<description></description>
			<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/vertrauensperson-–-gute-idee,-schwierige-umsetzung-110</link>
			<title>Vertrauensperson – gute Idee, schwierige Umsetzung?</title>
			<description>&lt;h2&gt;Was heisst überhaupt «Vertrauensperson»?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer wählt sie aus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie entsteht Vertrauen – und wie wird es geschützt?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In der Testing-Phase unseres gemeinsamen Innovationsprojekts mit YOUVITA, dem Kompetenzzentrum Leaving Care, Pflege- und Adoptivkinder Schweiz und dem Careleaver Verband Schweiz sind wir diesen Fragen nachgegangen – gemeinsam mit Fachpersonen aus unterschiedlichen Bereichen und mit Kindern und Jugendlichen, die in Institutionen leben. Ziel war es, nicht nur die Theorie zu prüfen, sondern ein realistisches Bild der aktuellen Praxis, ihrer Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten zu gewinnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Idee einer «Vertrauensperson» für ausserfamiliär untergebrachte Kinder und Jugendliche ist gut gemeint – aber die Realität in der Praxis ist geprägt von Widersprüchen, Unsicherheiten und Zielkonflikten. Diese Spannungsfelder zeigen: Es reicht nicht, den Begriff der «Vertrauensperson» rechtlich zu verankern. Es braucht ein tieferes Verständnis für die Beziehungsebenen im Alltag ausserfamiliär untergebrachter Kinder – und Modelle, die der Komplexität gerecht werden. Der nächste Schritt ist darum, gemeinsam mit Kindern und Fachpersonen neue Wege zu entwickeln, wie echte Vertrauensbeziehungen entstehen und gepflegt werden können – im Rahmen des Möglichen, mit Klarheit über Rollen, mit Respekt vor der Perspektive der Kinder.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Unsere wichtigsten Erkenntnisse aus der Testing-Phase&lt;/h2&gt;

&lt;div class=&amp;quot;accordeon&amp;quot; style=&amp;quot;background:#eeeeee;border:1px solid #cccccc;padding:5px 15px;&amp;quot;&gt;
&lt;h3 aria-expanded=&amp;quot;false&amp;quot; class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot; tabindex=&amp;quot;0&amp;quot;&gt;Fachpersonen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Fachpersonen sind sich einig: Das Konzept der «Vertrauensperson» ist sinnvoll – aber in der Umsetzung diffus.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Die Zuständigkeiten sind unklar, die Erwartungen uneinheitlich.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Viele denken an eine «langfristig verlässliche Person», die aber kaum zu finden ist – vor allem nicht ausserhalb des familiären Netzwerks.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Eltern werden oft genannt, sind aber Teil des Systems – und damit nicht im Sinne der Vorgabe.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Die Kinderperspektive wurde in der Ausgestaltung der PAVO kaum berücksichtigt.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h3 aria-expanded=&amp;quot;false&amp;quot; class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot; tabindex=&amp;quot;0&amp;quot;&gt;Kinder und Jugendliche&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Kinder und Jugendliche&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;haben ein feines Gespür für Vertrauen – aber es ist fragil.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Vertrauen braucht Zeit, echte Begegnung und die Möglichkeit, Fehler einzugestehen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Kinder sagen: «Vertrauenspersonen müssen auf meiner Seite sein», «sie dürfen nicht alles weitererzählen» oder «sie müssen verstehen, was ich brauche».&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Viele Kinder erleben Brüche, Wechsel und Unsicherheit – gerade deshalb ist Beziehungssicherheit zentral.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Vertrauen ist kein Status, sondern ein Prozess – manchmal beginnt er mit einem Drachen aus Lego oder einem Gespräch beim Pizzaessen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;h2&gt;Was bedeutet das für die Praxis?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Rückmeldungen zeigen deutlich: Wenn wir wollen, dass Kinder tatsächlich von einer «Vertrauensperson» profitieren, braucht es mehr als eine formale Vorgabe. Es braucht Haltung, Raum für Beziehung und vor allem ein Verständnis dafür, was Vertrauen für Kinder und Jugendliche bedeutet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Idee der «einen Vertrauensperson» greift zu kurz. Was Kinder brauchen, ist ein &lt;strong&gt;verlässliches Netzwerk&lt;/strong&gt; – mit mehreren potenziell vertrauten Personen, innerhalb und ausserhalb des Systems. Dafür braucht es einen neuen Blick auf Beziehungsarbeit: sensibel, kindzentriert und realistisch umsetzbar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projektteam befindet sich mittlerweile in der dritten Projektphase. Die gewonnenen Erkenntnisse aus Gesprächen, Workshops und Analyse werden nun gezielt weiterentwickelt – mit dem Ziel, Kinder in ausserfamiliärer Unterbringung nachhaltig zu stärken und die Praxis konkret zu unterstützen.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/die-juni-projekte-des-mide-111</link>
			<title>Die Juni-Projekte des MIDE</title>
			<description>&lt;p&gt;Die fünfzehn teilnehmenden Student*innen, aufgeteilt in drei Gruppen, haben sich mit viel Enthusiasmus an die Arbeit gemacht und den ganzen Juni über daran gearbeitet, eine zielorientierte Weiterentwicklung der App zu ermöglichen. Das Projekt verlief in mehreren Etappen&amp;nbsp;:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;zielgerichtete Analyse von Kidimo und der kritischen Rückmeldungen dazu&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Aufsuchen von Artikeln, die noch nicht auf der Web-App sind&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;intensive Reflexion über mögliche Sensibilisierungsmethoden&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Kontakte mit Fachpersonen aus der Praxis, um die Arbeit zu prüfen und zu verfeinern&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Die Student*innen haben umfassende Berichte zusammengestellt mit originellen und altersangepassten Sensibilisierungsübungen für Kinder von sechs bis zwölf Jahren, dem Zielpublikum von Kidimo. Während des ganzen Projekts standen ihnen das Kidimo-Entwicklungsteam und die Lehrbeauftragten des Masters zur Seite und begleiteten ihre Arbeits- und Denkprozesse. Im Rahmen des Projekts entwickelte sich eine echte Synergie zwischen den Sprachregionen der Schweiz mit Blick auf das gemeinsame Ziel, Kinder noch besser für ihre Rechte zu sensibilisieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zuletzt wurden die Berichte der Master-Student*innen dem Kidimo-Team überreicht. Dieses wird die möglichen Weiterentwicklungen der Web-App gestützt auf diese Rückmeldungen und die geleistete Arbeit evaluieren. Diese Projektarbeit ermöglichte allen Teilnehmenden konstruktive Erfahrungen und Integras ist stolz, darin eine proaktive Rolle gespielt zu haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?id=8&amp;quot;&gt;Mehr zur Web-App KIDIMO&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.integras.ch/writable/media/1756106321-Kidimo4.png" length="426007" type="image/png">
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/rueckblick-schweizer-forum-kinder-und-jugendhilfe-2025-105</link>
			<title>Rückblick: Schweizer Forum Kinder- und Jugendhilfe 2025</title>
			<description>&lt;p&gt;Den Auftakt machte Emilie Werlen mit einem berührenden Input zur kindlichen Perspektive. Sie zeigte auf, wie sehr gewohnte Umgebungen Sicherheit vermitteln – und wie verletzend deren Verlust sein kann. Der psychologische Prozess des «Ankommens» wurde so zum roten Faden durch den Tag.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einblicke in die Praxis bot der Kanton St. Gallen mit seinem Koordinationskonzept zur ausserfamiliären Platzierung. Im Zentrum: ein gemeinsames Fallverstehen aller Beteiligten als Grundlage für abgestimmte Ziele und tragfähige Beziehungen. Stefan Eberitzsch vertiefte die Komplexität dieser Prozesse und präsentierte praxisnahe Impulse der Plattform wif.swiss. Wie sich Kultur und Herkunft auf das Ankommen auswirken, zeigte Daniela Reimer anhand eindrucksvoller Fallbeispiele.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Nachmittag wurden die Inhalte in interdisziplinären Gesprächsrunden und Workshops weitergedacht. Besonders gut besucht war der Workshop zur Rolle der Vertrauensperson. Mit kreativen Mitteln – etwa durch das gemeinsame Bauen mit Legosteinen – näherten sich Tim Tausendfreund und Rose Burri gemeinsam mit den Teilnehmenden der Frage: Was braucht es, damit ein Kind wirklich Vertrauen fassen kann?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das abschliessende Podium mit Diana Wider (KOKES), Svenja Beck (Schoio AG) und Rose Burri (Careleaver Schweiz) vertiefte diese Überlegungen. Deutlich wurde: Eine Vertrauensperson kann für Kinder in belastenden Situationen den entscheidenden Unterschied machen – vorausgesetzt, Fachpersonen bringen Zeit, Geduld und echtes Interesse mit. Das Wichtigste, was man dabei beachten sollte: Das Kind wählt seine Vertrauensperson selbst aus. Diana Wider betonte, dass die Grundlagen zur Umsetzung vorhanden seien: rechtlich, konzeptionell, methodisch. Nun gelte es, den Raum für Umsetzung zu nutzen – mit dem Ziel, Kindern echte Unterstützung und sichere Beziehungen zu bieten.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 05 Jun 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/fachkraeftesituation-in-der-sozial-und-sonderpaedagogik-dringende-massnahmen-erforderlich-71</link>
			<title>Fachkräftesituation in der Sozial- und Sonderpädagogik: Dringende Massnahmen erforderlich</title>
			<description>&lt;p&gt;Integras war als Mitglied des Soundingboards der Studie an der Präsentation und der Diskussion der Resultate für den Sozialbereich «Kinder, Jugendliche und Familien» dabei. Hier die wichtigsten Resultate für den Sozial- und Sonderpädagogikbereich aus Sicht von Integras.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 26 May 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="https://www.integras.ch/writable/media/1748242776-keyvisual_mitlogos_DE.jpg" length="763544" type="image/jpeg">
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/equals-rueckblick-auf-die-13-jahresversammlung-vom-24-april-2024-107</link>
			<title>EQUALS: Rückblick auf die 13. Jahresversammlung vom 24. April 2024</title>
			<description>&lt;p&gt;Sie kennen EQUALS noch nicht? Sie möchten den Erfolg Ihrer Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe evaluieren?&amp;nbsp; Dann nehmen Sie an einer unserer nächsten EQUALS-Integras Infoveranstaltung teil.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?id=11&amp;quot;&gt;Mehr zu EQUALS&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Neues Factsheet zu&amp;nbsp;Suizidgedanken&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Im 15. Factsheet von Equals werden wichtige Zusammenhänge zwischen Suizidgedanken, Misshandlungserfahrungen und häufigen Heimwechseln aufgezeigt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Integras empfiehlt daher:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Präventions- und Interventionsansätze ganzheitlich zu gestalten: Psychische, soziale und biografische Faktoren müssen gleichwertig berücksichtigt und in der Betreuung eng miteinander verknüpft werden. Nur so lässt sich eine nachhaltige Unterstützung und Stabilisierung der Jugendlichen sicherstellen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Die Ergebnisse unterstreichen zudem die grosse Bedeutung einer sorgfältigen Übergangsbegleitung.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Zudem besteht dringender Bedarf an systematischen Erhebungen, um belastbare Daten zu gewinnen, die eine gezielte Planung und Verbesserung der Schutz- und Unterstützungsangebote ermöglichen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=34&amp;amp;resource_link_id=2bb&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Zum Factsheet (PDF)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Teilen Sie mit uns Ihre Erfahrungen und Handlungsansätze – wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung an: integras@integras.ch&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Wed, 30 Apr 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/rueckblick-zur-ersten-nationalen-tagung-sozial-und-sonderpaedagogik-29</link>
			<title>Rückblick zur ersten Nationalen Tagung Sozial- und Sonderpädagogik</title>
			<description>&lt;p&gt;Am ersten Tag in der Eröffnung sprach&amp;nbsp;Astrid Wüthrich (BSV) über die veränderten Lebensrealitäten von Familien, denen bestehende Regelungen und administrative Prozesse oft nicht gerecht werden. Daran anknüpfend analysierte Prof. Núria Sanchez Mira die soziodemographischen Entwicklungen und betonte die Notwendigkeit familienergänzender Betreuungsangebote sowie einer umfassenderen Elternzeitregelung. Ergänzend beleuchtete&amp;nbsp;Lalitha Chamakalayil, wie vielfältig und wandelbar das Konzept Familie in der Praxis ist und zeigte auf, dass Familienkonstellationen das Resultat individueller Aushandlungsprozesse sind. Schliesslich präsentierten&amp;nbsp;Christa Quick und&amp;nbsp;Martin Nigg das Konzept des Familienrates anhand eines Fallbeispiels und wie das soziale Netzwerk der Familie dazu genutzt werden kann, Lösungskonzepte für eine sichere und gute Begleitung von Kindern und Jugendlichen zu erarbeiten. Am Nachmittag konnten die Teilnehmenden mit&amp;nbsp;Lalitha Chamakalayil als auch&amp;nbsp;Christa Quick und&amp;nbsp;Martin Nigg vertieft ins Gespräch zu den im Referat vorgestellten Themen kommen. In weiteren Workshops diskutierten&amp;nbsp;Walter Steiner und&amp;nbsp;Marielle Wydler Spannungsfelder in der Arbeit mit Familien und thematisierten dabei den Einfluss des „Familienmythos“ auf die Kinderschutzarbeit, während&amp;nbsp;Anke Moors von a:primo das nationale Angebot schritt:weise zur Stärkung der Kompetenzen vorstellte. Eine Podiumsdiskussion rundete den ersten Tag ab, in der mit Lukas Bendel,&amp;nbsp;Hadja Kaba, und&amp;nbsp;Desiree Righetti über die Anerkennung des familiären Engagements, die partizipative Zusammenarbeit und den Umgang mit Careleavern gesprochen wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der zweite Tag widmete sich der Haltung von Fachpersonen und der (Wieder-)Aktivierung der Familie.&amp;nbsp;Jean-Paul Ligier stellte heraus, dass es keine „perfekten“ Familien gibt, sondern lediglich solche mit unterschiedlichen Herausforderungen und Ressourcen. Ligier plädierte für eine respektvolle Nähe-Distanz-Balance, professionell und zugleich menschlich, die nur durch konstante Reflexion gelingen kann.&amp;nbsp;Thomas Tanner präsentierte das Familienklassenzimmer der Volksschule Kriens als Modell für eine stärkere Integration und Peer-Unterstützung innerhalb des Bildungssystems. Abschliessend erläuterte&amp;nbsp;Michael Biene das systemische Interaktionstherapiemodell, das auf einer aktiven Beteiligung der Eltern bei der Lösung der Probleme ihrer Kinder mit professioneller Unterstützung beruht. Im Podiumsgespräch wurde diskutiert, wie der Platzmangel in Institutionen und Heimen durch eine verstärkte Einbindung der Familien und eine intensivere Vernetzung aller Akteure kompensiert werden könnte. Die Tagung wurde mittels Vertiefung der Referate von&amp;nbsp;Jean-Paul Ligier,&amp;nbsp;Thomas Tanner und&amp;nbsp;Michael Biene abgeschlossen und eine Diskussion von Insieme Genf zur Stellung der Familien in Netzwerken und Relevanz von externen Anlaufstellen des Fachnetzwerks.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 28 Mar 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.integras.ch/writable/media/1744289735-2zusammenfassung_nat_tag2025.jpg" length="304027" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/ergebnisbericht-des-snf-forschungsprojekts-verletzlichkeit-und-wohlbefinden-in-der-kindheit-72</link>
			<title>Ergebnisbericht des SNF-Forschungsprojekts «Verletzlichkeit und Wohlbefinden in der Kindheit»</title>
			<description>&lt;h2&gt;Zur Studie&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das SNF-Forschungsprojekt «Verletzlichkeit und Wohlbefinden in der Kindheit» (2021-2025)&amp;nbsp;untersucht die Perspektive von Kindern und Jugendlichen und zeigt auf, welche Bedingungen für ihr Well-Being (Wohlergehen und Wohlbefinden) in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe zentral sind. Die Studie geht unter anderem den Fragen nach:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Wie verstehen Kinder und Jugendliche selbst Well-Being und Vulnerabilität?&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Was ist für ihr Wohlbefinden besonders wichtig?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Um Antworten darauf zu finden, wurden in der gesamten Schweiz 56 qualitative Interviews mit 8- bis 14-Jährigen geführt, davon 33 mit Kindern und Jugendlichen aus der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Neben den Interviewdaten wurden auch Well-Being Maps und Collagen genutzt.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Well-being und Vulnerabilität&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In den Interviews beschreiben Kinder und Jugendliche Well-Being als ein „Gefühl der Zufriedenheit, des Ernstgenommen-Werdens und der Freiheit“. Besonders wichtig ist für sie, keine Gewalt zu erleben – gleichzeitig berichten viele Jugendliche von Mobbing und Grenzverletzungen. Zentral für ihr Wohlbefinden sind zudem vertrauensvolle und verlässliche Beziehungen zur Familie, zu Freundinnen und Freunden sowie zu Fachkräften, die als Ansprechpersonen bei Problemen dienen. Darüber hinaus spielen soziale Teilhabe, digitale Medien und sichere Räume eine grosse Rolle – insbesondere Rückzugsorte wie das eigene Zimmer. Auffällig ist, dass Kinder und Jugendliche aus der offenen Kinder- und Jugendhilfe insgesamt mehr über Well-Being-Momente als über Verletzlichkeit sprechen. Im Gegensatz dazu berichten jene, die in Heimen aufwachsen, häufiger von Erfahrungen der Verletzlichkeit und Verletzungen. Zudem zeigt sich, dass ihre positiven Erlebnisse oft nicht eindeutig als Wohlfühlsituationen beschrieben werden, sondern mit Unsicherheiten oder belastenden Erfahrungen verknüpft sind. Dies unterstreicht ihre erhöhte Vulnerabilität.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Sicherheit, Handlungsfähigkeit und Zugehörigkeit&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Aus der Analyse der Interviews lassen sich drei zentrale Bedingungen für Well-Being und Verletzlichkeit ableiten:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Sicherheit&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Handlungsfähigkeit&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Zugehörigkeit&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Diese Voraussetzungen können jedoch ins Gegenteil kippen – zu Unsicherheit, Ohnmacht und sozialem Ausschluss – und so Verletzlichkeit verstärken. Daher ist es entscheidend, in stationären Einrichtungen Strategien zu entwickeln, die:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Verletzlichkeiten minimieren,&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Ohnmacht verhindern,&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Transparenz fördern,&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Handlungsfähigkeit stärken und&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;sichere Räume schaffen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf Sprechräume gelegt werden, in denen Kinder und Jugendliche offen über Themen wie Scham und Beschämung sprechen können.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Publikationen aus dem Projekt&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Pomey, M. &amp;amp; D’Alessandri, D. (2024): Geburt und Zugehörigkeit. In: Sozial Aktuell, 7-8&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Pohl, C. &amp;amp; Pomey, M. (2024). Die Verflechtung von Vulnerabilität und Agency aus der Perspektive von Kindern in der Kinder- und Jugendhilfe. European Journal of Social Work​&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Pomey, M. &amp;amp; Gabriel, T. (i. E.): Vulnerabilität und Resilienz in der frühen Kindheit. Handbuch empirische Forschung in der Pädagogik der frühen Kindheit.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Pomey, M.; Wang, M. &amp;amp; Pohl, C. (i. E.) Digital Media and Well-being in Residential Care. ​In: Schweizerische Zeitschrift für Soziale Arbeit.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Integras unterstützt das Projekt als Praxispartner.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 27 Mar 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/gemeinsam-neue-loesungen-finden-—-rueckblick-auf-den-innovationsworkshop-herausforderungen-neu-denken-74</link>
			<title>Gemeinsam neue Lösungen finden — Rückblick auf den Innovationsworkshop «Herausforderungen neu denken»</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;«Wie können wir eine institutionsübergreifende, interprofessionelle Zusammenarbeit gestalten, welche das Kindeswohl fördert?»&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;«Wie können wir ein Arbeitsumfeld gestalten, welches die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeitenden fördert und die Attraktivität des Berufes erhöht?»&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die sechs Teams haben sich mit den zwei Fragestellungen beschäftigt und in einem zweistündigen Innovationssprint ein fundiertes Problemverständnis geschaffen, Herausforderungen analysiert und gemeinsam innovative Lösungsansätze entwickelt.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Highlights der Ergebnisse&lt;/h3&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Neue Perspektiven durch Austausch:&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Ein zentraler Ansatz war die stärkere Vernetzung über Institutionen hinweg. Hospitationen und ein «Seitenwechsel» wurden als effektive Massnahmen hervorgehoben, um das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit zu fördern.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Fachliche Weiterentwicklung:&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Die Idee übergeordneter Fachgremien und Netzwerke wurde diskutiert, um den Austausch von Best Practices unter Institutionen zu stärken.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Attraktivität des Berufsfeldes erhöhen:&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Konkrete Massnahmen wie Ausbildungsanpassungen, Resilienzförderung und Kampagnen auf sozialpolitischer Ebene sollen zur stärkeren Bindung von Mitarbeitenden beitragen.&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Betroffene zu Beteiligten machen:&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Partizipation von Betroffenen wurde als Schlüsselfaktor identifiziert, zum Beispiel durch innovative Projekte wie Peer-Mitarbeitende oder Kinder/Familien.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig der institutionsübergreifende Austausch ist, um kreative Lösungen für drängende Herausforderungen zu entwickeln und konkrete nächste Schritte einzuleiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir danken allen Teilnehmenden für ihre engagierte Mitarbeit und freuen uns darauf, die nächsten Schritte gemeinsam zu gestalten. Lassen Sie uns zusammen weiterdenken – für innovative Ansätze und eine innovative Zukunft!&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Wed, 12 Feb 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/veranstaltungen-zu-vulnerabilitaet-und-wohlbefinden-–-um-6-im-kreis-5-75</link>
			<title>Veranstaltungen zu Vulnerabilität und Wohlbefinden – «Um 6 im Kreis 5»</title>
			<description>&lt;h2&gt;Details&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Um dies herauszufinden, haben Marion Pomey, Carina Pohl und ihr Projektteam mehr als 50 Interviews mit 8- bis 14-Jährigen geführt, die mit der Kinder- und Jugendhilfe in Kontakt stehen. Dabei wurden sowohl Kinder und Jugendliche rekrutiert und befragt, die in stationären Hilfen zur Erziehung aufwachsen, als auch solche, die in ihren Herkunftsfamilien leben. Auf diese Weise konnte ein differenziertes Bild über den Einfluss individueller Lebensumstände auf Wohlbefinden und Vulnerabilität gewonnen werden. In dem Forschungsprojekt, das konsequent der Perspektive der Kinder und Jugendlichen folgt, wurden neben den Interviewdaten auch Zeichnungen, Collagen und andere visuelle Darstellungen ausgewertet. INTEGRAS Fachverband Sozial- und Sonderpädagogik unterstützt das Projekt als Praxispartner.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Ergebnisse des SNF-Forschungsprojekts (2021-2025) werden am 4. März 2025 im Rahmen der Veranstaltung «Um 6 im Kreis 5» von Marion Pomey und Carina Pohl vorgestellt. Beim anschliessenden Podiumsgespräch werden die Studienergebnisse aus Sicht der Kinder- und Jugendhilfe diskutiert. Moderiert von Samuel Keller reflektieren Martin Bässler (Stiftung Bündner Standard) und Rolf Tobler (Leitung Gfellergut) und Armin Malär (Amt für Jugend und Berufsberatung) mit den Projektverantwortlichen, welche Bedingungen in der Kinder- und Jugendhilfe und insbesondere in stationären Erziehungseinrichtungen dazu beitragen, dass sich die betreuten Kinder und Jugendlichen wohl, sicher und möglichst wenig vulnerabel fühlen. Das Publikum ist im Anschluss herzlich eingeladen, bei einem Apéro mit den Expert*innen in den Dialog zu treten, sich zu vernetzen und die Diskussion weiterzuführen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Nicht verpassen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Im Rahmen des Forschungsprojektes findet am 4. April 2025 ebenfalls der Praxisworkshop «Digitale Medien in der Kinder- und Jugendhilfe» an der ZHAW (Campus Toni Areal, Raum 7.T35) statt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=34&amp;amp;resource_link_id=1a9&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Programm&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anmeldung per E-Mail an Carina Pohl, &lt;a href=&amp;quot;mailto:carina.pohl@zhaw.ch&amp;quot;&gt;carina.pohl@zhaw.ch&lt;/a&gt; bis zum 21.03.2025&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 11 Feb 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/-73</link>
			<title></title>
			<description></description>
			<pubDate>Mon, 03 Feb 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/equals-factsheet-–-geschlechtsdiverse-jugendliche-in-der-kinder-und-jugendhilfe-76</link>
			<title>Equals Factsheet – Geschlechtsdiverse Jugendliche in der Kinder- und Jugendhilfe</title>
			<description></description>
			<pubDate>Mon, 03 Feb 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/innovativ-denken-im-ausserfamiliaeren-bereich-zwischen-vision-und-realitaet-77</link>
			<title>Innovativ denken im ausserfamiliären Bereich: Zwischen Vision und Realität</title>
			<description>&lt;p&gt;Innovativ zu denken, erfordert Raum, Zeit und die Haltung, dass es wichtig ist, den Status quo zu hinterfragen. Doch gleichzeitig ist es essenziell, den Blick für den Kern der Arbeit – die Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenslagen – nicht zu verlieren. Im Rahmen der Brunnen-Tagung 2024 kommen wir zum Schluss, dass im Spannungsfeld zwischen visionären Ansätzen und der unmittelbaren Praxis entstehen zahlreiche Fragen, die oftmals mehr Anstoss zu weiterem Nachdenken als klare Antworten liefern. Und genau das ist gut so. Denn nur durch die Auseinandersetzung mit diesen Spannungen kann echte Innovation entstehen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;1. Innovationsprozesse brauchen Zeit  &lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Innovation ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen abgeschlossen werden kann. Es braucht Zeit, um bestehende Strukturen zu hinterfragen, neue Ansätze zu entwickeln und diese in der Praxis zu erproben. Im ausserfamiliären Bereich, wo die Arbeit oft von hohen ethischen Standards und sensiblen Kontexten geprägt ist, müssen Innovationsprozesse noch sorgfältiger gestaltet werden. Zeit ist hier nicht nur ein notwendiger Faktor, sondern auch eine Ressource, die bewusst eingeplant werden muss. Das bedeutet aber auch, dass schnelle Ergebnisse nicht immer möglich sind – ein Spannungsfeld, das sich oft schwer auflösen lässt.  Die Tagungssteilnehmenden sind jedoch insbesondere an kreativen, zukunftsorientierten und fortschrittlichen Ideen interessiert.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;2. Über den Gartenzaun schauen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Innovation, so stellen wir fest, erfordert die Bereitschaft, den eigenen Horizont zu erweitern. Der Blick über den „Gartenzaun“ hinaus – sei es durch die Vernetzung von Institutionen oder den Austausch über Kantonsgrenzen hinweg – ist unerlässlich. Innovation entsteht oft dort, wo unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der ausserfamiliäre Bereich kann von solchen Kooperationen enorm profitieren, indem er neue Ansätze aus anderen Regionen oder Bereichen adaptiert und weiterentwickelt. Vernetzung darf jedoch nicht nur Selbstzweck sein. Sie muss konkrete Impulse für die Praxis liefern und darauf abzielen, die Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;3. Kinder und Jugendliche einbeziehen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Innovative Lösungen in der Betreuung können nur dann nachhaltig und wirksam sein, wenn sie die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen ins Zentrum stellen. Kinder und Jugendliche sollen nicht nur als Zielgruppe betrachtet, sondern aktiv in die Problemdefinition und Lösungsfindung einbezogen werden. Ihre Perspektiven sind entscheidend, um praxisnahe und effektive Ansätze zu entwickeln. Beteiligung bedeutet aber auch, Machtstrukturen zu hinterfragen und Kindern wie auch Jugendlichen eine Stimme zu geben, die wirklich Gehör findet. Dies ist nicht nur ein ethischer Anspruch, sondern ein zentraler Baustein für innovative Entwicklungen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;4. Die Balance zwischen Innovation und unmittelbaren Lösungen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Prekäre Lebenslagen dürfen und sollen nicht auf den „Zeitrahmen der Innovation“ warten. Oft sind schnelle, pragmatische und nachhaltige Lösungen gefragt – und diese gibt es oft bereits. In solchen Situationen ist es wichtig, den Menschen zuzuhören und die vorhandenen Ressourcen effektiv zu nutzen. Erst in einem zweiten Schritt kann allenfalls Zeit und Energie in die Suche nach neuen Konzepten investiert werden. Innovation darf hier nicht zum Selbstzweck werden. Stattdessen müssen sich Lösungen stets an der Dringlichkeit und den realen Bedürfnissen der Menschen orientieren. Dies bedeutet, dass Innovationsideen teilweise hintenanstehen müssen.  &amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Fazit - Fragen als Motor für Innovation  &amp;nbsp;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wahre Innovation ist mehr als nur eine neue Idee oder eine technische Erfindung. Sie bedeutet, bestehende Strukturen, Prozesse oder Denkweisen grundlegend zu hinterfragen und nachhaltig zu verbessern. Wahre Innovation entsteht dort, wo Kreativität auf echten Bedarf trifft, und etwas geschaffen wird, das langfristigen Mehrwert bietet.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Innovatives Denken im ausserfamiliären Bereich bedeutet, sich in einem Spannungsfeld zu bewegen: zwischen Vision und Realität, zwischen langfristigen Prozessen und unmittelbaren Bedürfnissen. Innovation darf nie auf Kosten der Menschen gehen, die Unterstützung brauchen. Vielmehr muss sie darauf abzielen, genau diese Unterstützung zu verbessern – kreativ, vernetzt und immer mit dem Blick auf das Wesentliche: das Wohl der Kinder und Jugendlichen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Save The Date – Tagung Brunnen 2025, 11.-13.11 2025, Brunnen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Sammlung an Zusendungen über Innovative Projekte in der Schweiz&lt;/h2&gt;

&lt;h3&gt;Das Jugendnetzwerk&amp;nbsp;&lt;/h3&gt;

&lt;h4&gt;Moderne Konzepte, um psychosozialen Herausforderungen noch besser zu begegnen&lt;/h4&gt;

&lt;div class=&amp;quot;accordeon&amp;quot; style=&amp;quot;background:#eeeeee;border:1px solid #cccccc;padding:5px 15px;&amp;quot;&gt;
&lt;h3 aria-expanded=&amp;quot;false&amp;quot; class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot; tabindex=&amp;quot;0&amp;quot;&gt;Pilotprojekt mit der LUPS&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Ein zweijähriges Projekt unterstützt Mädchen und junge Frauen nach psychiatrischer Behandlung, um Rückfälle zu vermeiden.&lt;/p&gt;

&lt;h3 aria-expanded=&amp;quot;false&amp;quot; class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot; tabindex=&amp;quot;0&amp;quot;&gt;Kriminologische Jugendcoachings&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Gemeinsam mit der Universität Mainz entwickelte Methoden wie MIRA verbinden Risikoabklärung mit Schemacoaching und kommen in der Arbeit mit Jugendanwaltschaften zum Einsatz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.jugendnetzwerk.ch/familienaktivierung/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr Informationen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;h3&gt;Projekts Creating Futures&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Im Projekt Creating Futures erarbeiten Young Experts (14-24jährig), Mitarbeitende und Leitende von Jugendheimen in der Schweiz und Ungarn gemeinsam organisationale Innovationen, die es den Heimen ermöglichen, die Selbstbefähigung der jungen Menschen künftig noch wirksamer zu fördern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;http://fice.ch/projekte/creating-futures.html&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr Informationen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Quellenhof-Stiftung: Massgeschneiderte Angebote&lt;/h3&gt;

&lt;div class=&amp;quot;accordeon&amp;quot; style=&amp;quot;background:#eeeeee;border:1px solid #cccccc;padding:5px 15px;&amp;quot;&gt;
&lt;h3 aria-expanded=&amp;quot;false&amp;quot; class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot; tabindex=&amp;quot;0&amp;quot;&gt;Wohngruppe T-Hope&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Ein spezialisiertes Brückenangebot für weibliche Jugendliche, die nach einem Klinikaustritt oder aufgrund ihrer Lebenssituation noch nicht in herkömmlichen sozialpädagogischen Settings wohnen können. Mit intensiver Betreuung, Therapie und Beziehungsarbeit bietet die Wohngruppe eine wichtige Übergangslösung.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://quellenhof-stiftung.ch/kinder-jugend-familie/t-hope-therapeutisch-paedagogisches-wohnen/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr Informationen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3 aria-expanded=&amp;quot;false&amp;quot; class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot; tabindex=&amp;quot;0&amp;quot;&gt;Q-Arts&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Unter dieser Marke bündelt die Quellenhof-Stiftung kreative Aktivitäten und Projekte, die aus ihrer Arbeit hervorgehen, und schafft so Raum für künstlerischen Ausdruck und innovative Ideen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.q-arts.ch/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr Informationen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;h3&gt;Innovation und Kreativität: Neue Wege der sozialen Entwicklung&lt;/h3&gt;

&lt;div class=&amp;quot;accordeon&amp;quot; style=&amp;quot;background:#eeeeee;border:1px solid #cccccc;padding:5px 15px;&amp;quot;&gt;
&lt;h3 aria-expanded=&amp;quot;false&amp;quot; class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot; tabindex=&amp;quot;0&amp;quot;&gt;Living Museum Zürich&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Inspiriert von internationalen Konzepten, schafft dieser einzigartige Ort Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Psychiatrie-Erfahrung. Corinna Schleuniger erzählt im Podcast, wie Malen ihr hilft, ihre Geschichte positiv zu verarbeiten.&lt;/p&gt;

&lt;h3 aria-expanded=&amp;quot;false&amp;quot; class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot; tabindex=&amp;quot;0&amp;quot;&gt;Innovation Booster&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der jährliche Innovationszyklus unterstützt mit finanziellen Mitteln, Expert*innen-Netzwerken und methodischer Begleitung die Entwicklung neuer Ideen. Projekte können direkt eingereicht oder auf der Webseite entdeckt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.innovationsociale.ch/de/ntn-innovation-booster&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr Informationen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sie kennen noch weitere spannende Innovationsprojekte? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf: &lt;a href=&amp;quot;mailto:integras@integras.ch&amp;quot;&gt;integras@integras.ch&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Sun, 02 Feb 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.integras.ch/writable/media/1748524352-Bild_1__Brunnen_NL.png" length="375171" type="image/png">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/vertrauenspersonen-neu-denken-–-gemeinsam-zukunft-gestalten-7</link>
			<title>Vertrauenspersonen neu denken – Gemeinsam Zukunft gestalten</title>
			<description>&lt;p&gt;Im Rahmen des diesjährigen &lt;a href=&amp;quot;https://www.innovationsociale.ch/de/ntn-innovation-booster/innovation-booster/cycle-dinnovation-2023/2024-1&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Innovation Boosters&lt;/a&gt; «Co-Designing Human Services – Gemeinsam das Sozial- und Gesundheitswesen voranbringen» wurden innovative Projekte gesucht, die das Wohlergehen von Kindern, Jugendlichen und Familien im Fokus hatten.&lt;br /&gt;
Im Oktober 2024 erhielt das Innovationsteam mit dem Projekt «Vertrauensperson neu denken» den Zuschlag für die Testing Phase. In der Zwischenzeit gingen die Arbeiten unter dem Coaching von uma collective weiter.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Das Ziel des Projektes&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ziel ist es herauszufinden, wie das Konzept der «Vertrauensperson/vertrauten Person» in der Praxis umgesetzt werden kann, denn trotz Festschreibung in der Pflegekinderverordnung begegnet die Umsetzung immer noch einigen Hürden. Der fachlichen Praxis sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie ausserfamiliär untergebrachte Kinder und Jugendlichen von vertrauten Personen profitieren können und wie dies umgesetzt werden kann.&lt;br /&gt;
Das Innovationsteam besteht aus Expertinnen aus der Selbstorganisation der Care Leaverinnen und aus der Praxis der ausserfamiliären Unterbringungen. Dazu gehören:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Careleaver Schweiz&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Integras&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;PACH&amp;nbsp;Pflege- und Adoptivkinder Schweiz&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;YOUVITA&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Kompetenzzentrum Leaving Care&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2&gt;Die nächsten Schritte&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Mit der finanziellen Förderung, die das Projekt erhalten hat, werden Empfehlungen entstehen, die dem Konzept der Vertrauensperson zur vermehrten Umsetzung verhelfen sollen. Dazu werden zu Beginn des nächsten Jahres werden Workshops mit Fachpersonen durchgeführt. Haben Sie bereits Interesse? Dann lassen Sie sich auf die Kontaktliste setzen und schreiben Sie uns eine Email:&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;mailto:integras@integras.ch&amp;quot;&gt;integras@integras.ch&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Sat, 11 Jan 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/-113</link>
			<title></title>
			<description></description>
			<pubDate>Mon, 06 Mar 2023 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.integras.ch/de/aktuelles/-125</link>
			<title></title>
			<description></description>
			<pubDate>Tue, 09 Mar 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
	</channel>
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