Club of Home

Der Club of Home ist eine Denkgruppe der Heimerziehung mit Vertreterinnen  und Vertretern von LIwJ (LeiterInnen der Institutionen von weiblichen Jugendlichen), der JHL (Jugendheimleiter deutsche Schweiz) und Integras. Der Club of Home wurde 1996 gegründet, um die Broschüre "Stationäre Jugendhilfe" zu erarbeiten (vergriffen). 2002 publizierte der Club of Home Thesen zur Frage: Welche SozialpädagogInnen brauchen die stationären Einrichtungen der Zukunft?

Der Club of Home initiiert immer wieder Ideen und Projekte, die aus Fragestellungen der professionellen Arbeit in den Jugendheimen entstehen. So erarbeitete die Projektgruppe 2006 einen Projektbeschrieb für ein Forschungsvorhaben, das die Verläufe von Aufenthalten von Jugendlichen analysiert, die in stationären Einrichtungen untergebracht sind. Dabei sollten besonders gelungene und besonders schwierige Verläufe erfasst und ausgewertet werden. Im Lauf der Vorarbeiten wurde bekannt, dass das Bundesamt für Justiz bereits einen Modellversuch bewilligt hatte: "MAZ. Modellversuch Abklärung und Zielerreichung in stationären Massnahmen". Der Club of Home und das Forscherteam des MAZ. fanden im Folgenden eine Zusammenarbeit, die es ermöglichte, die vorgesehene Forschungsarbeit in dieses grosse Projekt zu integrieren.

Sobald die Erhebungen der MAZ.-Studie beendet sind, werden je acht besonders gelungene und misslungene Verläufe von Unterbringung von Jugendlichen ausgewählt. Sofern die entsprechenden Jugendlichen und ihre Erziehungsberechtigten ihr Einverständnis geben, werden Interviews zur Platzierung, dem Aufenthalt, dem vorherigen sozialen Umfeld und der Prognose geführt werden. Ziel der Studie ist es, ein möglichst genaues Bild davon zu bekommen, welche Jugendlichen von welchen Angeboten in stationären Einrichtungen am besten profitieren, und wie diese Angebote noch besser dem Bedürfnis der Jugendlichen angepasst werden könnten. Die Studie wird von zwei Doktorandinnnen der Universität Ulm durchgeführt. Die Datenerhebung begann Ende 2009.